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De Pretis

(21 Bewertungen)
Ein Besuch im De Pretis.
Die Beiden sind längst mehr als nur Geschäfts-Partner. Riccardo, der eigentlich aus dem Ruhrpott stammt und zur Hälfte italienische Wurzeln hat, und der Franzose Eric, der aus Paris nach Kreuzberg zog - sie sind Freunde geworden. Gemeinsam haben sie ihre Idee eines italienisch-französischen Ladens umgesetzt, der neben einer großen Bandbreite an Lebensmitteln aus beiden Ländern, auch noch hausgemachte Speisen und Kaffeespezialitäten bereit hält. Das De Pretis, schlicht nach Riccardos Nachnamen benannt, möchte vor allem eins: gute, gesunde Lebensmittel zu vernünftigen Preisen anbieten. Und die Beiden kennen das Metier. Riccardo war 15 Jahre selbstständiger Frucht-Großhändler, Eric ist gelernter Koch.
 
Drei Mal in der Woche, frühmorgens, kauft Riccardo frisches Obst und Gemüse auf dem Berliner Großmarkt ein und lässt sich viel Zeit dabei, wie er erzählt. Eine Menge Discount-Obst und -Gemüse wird dort angeboten, man braucht also eine Weile um die Qualität der Waren, die dann später im De Pretis weiter verkauft werden, zu prüfen. Zusätzlich kommt einmal die Woche noch eine Warenlieferung vom Pariser Großmarkt Rungis. Und während Riccardo einkauft, kocht Eric. Viererlei Quiche (mit Lachs und Spinat, Speck, Tomaten und Käse und die recht bekannte "Lorraine"), daneben Lasagne, Suppen, Avocadocreme, belegte Baguettes, Tiramisu, Mousse au Chocolat, Panna Cotta und Obstsalat - alles zum Mitnehmen. Sichtlich stolz ist Riccardo auf seine kleine silberne Espressomaschine. Die spezielle Kaffeeröstung bezieht er aus dem nahegelegenen Barcomi's. Verarbeitet wird sie zu Espresso, Cappuccino und Milchkaffee. Der Kaffee ist kräftig, der Milchschaum cremig - genau so, wie er sein muss. Vor seinen italienischen Vorbildern jedenfalls muss er sich nicht verstecken.
 
Wer ein wenig Zeit mitbringt, der sollte seinen Kaffee ruhig im Laden trinken, denn auch der Laden selbst ist gelungen. Man sieht recht schnell, dass Riccardo viel Zeit und Detailliebe in sein Projekt investiert hat. Nichts, außer den beiden Theken und natürlich den Geräten, kommt "von der Stange". Die Gemüseregale zum Beispiel hat ein befreundeter Schreiner gebaut, die Aufschrift auf dem großen Schaufenster ein befreundeter Grafiker nach dem Vorbild einer alten italienischen Lira-Münze entworfen. Es wirkt beinahe familiär hier. Keine Hektik, keine Kundenabfertigung. Riccardo und Eric nehmen sich Zeit und erklären ihr Sortiment, geben Kostproben. Als eine Frau in den Laden kommt und nach einer speziellen spanischen Bratwurst fragt, die nicht angeboten wird, bietet Eric eine Alternative. Die Frau hört zu - von den Lammwürsten hat sie noch nie gehört. Doch exotisch ist das Sortiment eigentlich nicht. Äpfel, Mangos, Orangen, Bananen, Ingwer, Kartoffeln und Salatköpfe liegen unter anderem in den Körben. In der Glasvitrine Salami, Käse, Oliven, Antipasti und die Aufläufe. Etwas versteckt, hinter den Obst- und Gemüsestellagen, wartet eine Auswahl französischer Weine und kretisches Olivenöl in Metallfässchen auf neue Kunden.
 
Das Konzept, italienisch-französisch-mediterrane Lebensmittel mit angeschlossenem Café - es geht auf. Weil Riccardo und Eric auf die Herkunft der Lebensmittel achten ohne dabei missionarisch zu wirken oder an der Preisschraube zu drehen. Und auch weil man das rausschmeckt. Im Sommer wird sich das De Pretis ein Stück auf die Gneisenaustraße hinaus vergrößern und noch ein wenig mehr zum Café werden. Keine schlechte Idee, denn daran fehlt's noch ein wenig in diesem Teil der Straße. Das De Pretis ist auf jeden Fall eine Bereicherung. Auch im Winter. Oder vielleicht gerade dann.

Gneisenaustr. 57
10961 Berlin
 


Montag-Freitag 10 bis 19.30 Uhr
Samstag 9 bis 16 Uhr

Espresso 1,50 €
Cappuccino 2 €
Café au lait 2,50 €

frisch gepresster Orangen-/Grapefruitsaft 1,80 €

Quiche 2,20 bis 3,80 €
Kommentare
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Feinschmecker 07.02.2009

Erst hab' ich gedacht, der laden ist bestimmt teuer, weil er so nett gemacht ist. aber es ist dort echt billig! und schmecken tut's auch. Die Quiche ist zwar gut, aber ich hätte gerne mal wieder etwas Neues, so wie die Lasagne jetzt neulich.
Mediensklave 01.04.2009

Sehr zu empfehlen! Altmodisch ist das neue entspannt.
michele 22.07.2009

heii .. =)

ich finde dieser kleine aber auch
feine laden ..
mit seinem französischem
flair hat das gewisse etwas was in berlin kreuzberg noch gefehlt hat ..
mit seinen delikatessen begeistert er viele leute inkl. mir und macht sich viele freunde mit seinem sympatischen lustigen franzosen als besitzer ..^^
ich persöhnlich konnte mich sehr für die quiche begeistern und würde sie sehr weiterempfelen ..!!
hier würde der klassische Spruch klein aber fein wie die faust aufs auge passen..:D
mit vielen grüßen M.

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