In den Berliner Stadtteilen, in die einst zwar zu Sanierungszwecken Subventionsmilliarden flossen, in denen die Gehwege aber nach wie vor marode sind, entstehen immer mal wieder Lokale, die synthetisch klingende Namen haben, über ein blank geputztes geräumiges Inneres verfügen und die nach ein, zwei Jahren sang- und klanglos genauso unauffällig wieder verschwinden, wie sie entstanden sind. Keiner bedauert diesen Vorgang. Das Hotel, von manchen auch Hotel-Bar genannt, muss ein solches Schicksal nicht fürchten. Es ist drauf und dran, das Kreuzberger Nachtleben durcheinander zu wirbeln – weil es so gut zu unserem Stadtteil passt.
Mariannenstr. 2610999 Berlin
Pilsener Urquell (0,33 l) 2,50 €
Nein, über ein blank geputztes Inneres verfügt die Hotel-Bar nicht und geräumig ist sie auch nicht. Sie ist klein, die Wände sind bröselig und die Toilette kann man nur mit einem zu diesem Zweck umfunktionierten Anschnallgurt zu machen, der einem Flugzeugsitz entwunden wurde. Ein schmuddeliger Ort ist sie aber auch nicht, eher ein sehr gemütlicher - klein, kuschelig und geschmackvoll eingerichtet. Erst behagt einem die gedrängte Enge nicht, aber ist man erst einmal drin, hat man das Gefühl, auf einer Privatparty zu sein, auf einer sehr viel versprechenden: Die Leute stehen mangels Raumangebots überall herum, jeder quatscht mit jedem, vor allem in der Toilettenschlange, und Probleme mit den Nachbarn gibt es auch alle Nase lang. „Macht ihr mal das Fenster zu?“, lautet daher eine oft gehörte Aufforderung in dem kleinen Raucherzimmer im hinteren Teil der Bar und dem wird dann auch nachgekommen. Nicht nachgekommen allerdings wird der strikten Trennung zwischen Raucher- und Nichtraucherräumen: Das mit dem Nichtrauchergesetz scheint sich hier noch nicht so ganz durchgesetzt zu haben, jeder schmaucht, wo es ihm gerade passt. Ganz wie auf einer Privatparty eben.
Ja, die Hotel-Bar hat sich etwas Anarchisches erhalten, etwas wirklich Anarchisches, nicht so einen der Konsumgeneration angepasster Abklatsch davon, wie man ihn in den eingangs erwähnten Stadtteilen findet. Das ist es, was so gut zu Kreuzberg passt. Es bedeutet auch: Konsum ist durchaus okay, weswegen es sich bei dem Laden mitnichten um eine Anlaufstelle für Punks handelt. Eher für Leute, die einen netten Abend erleben wollen und dabei der Pluralität des Lebens gerne ins Gesicht sehen: Man findet hier viele unterschiedliche Lebensentwürfe, jede Altersstufe und zahlreiche Vertreter anderer Nationen, ganz wie in einem echten Hotel. Von all den Sprachen, die man hier an einem Abend aufschnappt, ist aber Spanisch die mit Abstand häufigste. Das hat seinen Grund darin, dass die Kneipe unter anderem von einem Spanier betrieben wird, der als DJ Tico-Tico auch den Plattenteller im Keller des Gebäudes bedient – mit einiger Kunstfertigkeit, jedenfalls amüsieren sich die wogenden Massen auf der Tanzfläche bei seiner Darbietung prächtig, so prächtig jedenfalls, dass sie dem kleinen Raum tüchtig einheizen: Heiß ist es, im Keller der Hotel-Bar. An anderen Abenden kann es sein, dass jemand, der Gunter Gabriel nicht unähnlich sieht, für die musikalische Untermahlung sorgt und auch schon ein DJ Krawatte hat mit seinen Soul-Vinylen die nach Beats lechzende Menge zum Kochen gebracht. Tanzen sollte man übrigens unbedingt im Hotel, in dem viel ansehnliches Volk versammelt ist.
Doch, die Hotel-Bar wird sich durchsetzen, auch wenn der Charme des Geheimtipps irgendwann dahin sein dürfte. Sollten Tico-Tico und sein Umfeld ihrem Konzept folgen, möglichst kein Konzept zu haben, dann wird Quentin Tarantino womöglich demnächst hier beim Knutschen zu beobachten sein – und nicht mehr in dem etablierten Lokal auf der anderen Kanalseite. Vielleicht wird sich der ein oder andere am nächsten Tag über die verrauchten Klamotten ärgern, oder über übel riechende Haare, aber er wird dafür bestimmt einen großartigen Abend verbracht haben und auch in Zukunft seine Schritte immer mal wieder hierher lenken.
eigentlich ist die hotelbar ein wunderbar gemütlicher laden mit guter musik und freiem eintritt. das scheinen sie dann aber am tresen wieder reinholen zu wollen: erst nach zweimaligem nachfragen bekam ich das wechselgeld von 7,50 € für mein bier wieder. die barfrau ging einfach zitronen schneiden und tat so, als ob nichts wäre...vielen dank, mich habt ihr als kunden verloren.
entschuldige, finde ich schon ein wenig uebersteigert feinfuehlig, oder, dachtest du wir wollten dich beklauen? dem war nicht so, da bin ich mir sicher.. sorry jedenfalls und gern machen wir deinen unmut wieder gut, wenn du uns die gelegenheit dazu gibst. danke fuer deine komplimente, carsten
Ich erkenne Guter Gabriel nicht, ich glaube ich muss öfter kommen. Ich danke dem Ex-Eisman für so viel Mut und der Hotelcrew für die subtile Umsetzung des lebendigen neoromantischeneuroblüten-Stils zum Feste von uns und der Musik. Captain Smith & Pocahontas had a very mad affair....X
erasmus-studenten-abschlepperladen, die crew macht auf mitte-arogant...kurzum: mit kreuzberg hat dieser laden nichts zu tun. vom personal bis zu den gästen nur zugereiste und touris.
Das mit der Arroganz kann ich nur bestätigen, der Barkeeper unten hat keine Probleme damit, erst diverse andere Gäste vorzuziehen und einen dann auch noch zu ignorieren, als er nix mehr zu tun hat. Echt dreist...
Hallo!
ich möchte wissen ob es eine e mail adresse gibt an ich mich melden kann. Ich habe ein paat fragen wegen ein geburtstagfeier im Hotel.
Es wäre sehr nett eine e mail adresse oder telephon nummer.
Danke!
LG
eigentlich ist die hotelbar ein wunderbar gemütlicher laden mit guter musik und freiem eintritt. das scheinen sie dann aber am tresen wieder reinholen zu wollen: erst nach zweimaligem nachfragen bekam ich das wechselgeld von 7,50 € für mein bier wieder. die barfrau ging einfach zitronen schneiden und tat so, als ob nichts wäre...vielen dank, mich habt ihr als kunden verloren.
och komm .... sowas passiert doch jedem mal prinzesschen
liebe hotelmenschen...
ich möchte euch an freunde weiterempfehlen.
bin nun aber schon so lang im ausland, dass ich nich mehr weiß, wann immer die netten konzerte stattfinden !!
also, wann gibts konzerte ??
War soeben in der Bar.
Das schönste ist die Toilette auf der Blumen sind der Rest ist Dreck.
Vor Allem das Personal ist furchtbar langsam und vergisst gerne das Wechselgeld!!!!! Auch sollte man vermeiden Lieder mitzusingen, da einen sonst der "Besitz" sagt, man passe nicht zum "Style und der Atmo der Bar" ^^
Fazit:
Service (-)
Gastefreundschaft (-)
Angestrebte Kiezbardasein (-); da nur Touris und arrogant Personen!
okay leute, wens gefällt soll ruhig hingehen. geschmäcker sind unterschiedlich. mir ist schon lange aufgefallen, daß immer die ungemütlichen und mit schlechter musik beschallten läden, gut besucht sind. mir unverständlich aber vüllig egal. schlimmer ist, daß man als anwohner unglaublichen belästigungen ausgesetzt ist.man kann demnäcst wohl nur noch über die dachrinne sein eingangstür finden. die straße ist dermaßen belagert, daß durch menschenrudel sich durchdrängen muss. aber weiter gehts. schlafen geht bei offenen fenster kaum. es herrscht radau die nacht durch. das ach so hippe publikum pisst und kotzt dann auch noch in die hauseingänge. super. kreuzberg war mal echt toll. kulturell anspruchvoller als andere kieze. jetzt verkommt es zur ballermannmeile. ich glaube nicht, daß die anwohner sich das och lange bieten lassen. dieses und die daneben liegenden restaurationen werden auch nicht von kreuzbergern besucht. sondern von leuten die meinen, daß es in kreuzberg so sei. irrtum ihr achso si hippen aber leider sehr geistlosen mitbürger.
"Ja, die Hotel-Bar hat sich etwas Anarchisches erhalten, etwas wirklich Anarchisches, nicht so einen der Konsumgeneration angepasster Abklatsch davon, wie man ihn in den eingangs erwähnten Stadtteilen findet. Das ist es, was so gut zu Kreuzberg passt. Es bedeutet auch: Konsum ist durchaus okay, weswegen es sich bei dem Laden mitnichten um eine Anlaufstelle für Punks handelt. Eher für Leute, die einen netten Abend erleben wollen und dabei der Pluralität des Lebens gerne ins Gesicht sehen." Ja, klar, es ist natürlich völlig anarcho dass besoffene Ballermannidioten die örtliche Bevölkerung mit Ihrem Zwang zur Party terrorisieren. So ein Gebaren ist natürlich der Konsumgeneration überhaupt nicht angepasst. Nein, nein im Gegenteil voll konsumkritisch. Bitte hört auf zwanghaft eine Verbindung zu politischen Subkulturen in Kreuzberg herstellen zu wollen. Die gibt es nicht. Ihr seid nichts weiter als eine der unzähligen Ballermann-Konsum-Klitschen die zur Zeit Kreuzberg und Nord-Neukölln heimsuchen. Den Anwohnern kann man nur raten konsequent ab 22h Anzeigen bei der Polizei zu stellen und auch das entprechende Ordnungsamt zu informieren. Und darauf hoffen dass die Partykonsumidioten wieder sang- und klanglos verschwinden.
'Anarchic?' 'Not of the consumer generation?' Um, the social control around this place is sickening. This kind of bar perpetuates the boring sanitization of formerly or newly lively neighborhoods. You know a neighborhood is dead (or at least dying) when the bar people act like pussies when the baby stroller brigade neighbors start to make their bitter, anonymous phone calls to the polizei to complain about the noise at midnight. Since when is it not ok to be on the sidewalk at night? I understand the bar owners have to pay a fine. But if they were a little proactive and really believed in being part of the neighborhood and creating a nice social atmoshphere, they'd put their heads together and come up with something. It happens with clubs/bars in other European cities.
Or wait, do the bar owners just plan to be there for a short time to capitalize on all the really quite conventional people who want to go there to 'appear' cool because 'everyone' says it is cool to be in Kreuzberg? To come in, profit and then leave nothing really positive behind.
Kreuzberg is over.
A bit silly point of view, don't you think Jaqueline? "Kreuzberg is over". Why? Just because the hipsters have decided it to be that way? And what comes next? Berlin is over, Islamabad is "in"?
sehr nette bar...ich fands immer wunderbar..und wer entscheidet eigentlich was in und out, welcher stadtteil cool oder nich cool ist. das interessiert mich absulut nicht. das berlin nich paderborn ist is klar oder ...
Tooraj Pashai Fakhri
Nein, das ist nicht normal. Im Osten geht es auch be...
Spätkauf Lausitzer Platz 11
richtig guter laden mit freundliche bewirtschaftung....
Dr. Jean Joseph Lévy
ambitionslos, desinteressiert, unhöflich und zudem ...
Dr. Jean Joseph Lévy
Auch bei mir war er unhöflich und desinteressiert, ...
Hotel-Bar
sehr nette bar...ich fands immer wunderbar..und wer ...