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Kreuzberg Special Kolumne

Kolumne

A perfect day in Kreuzberg - A short guide

(67 Bewertungen)
It isn't that easy finding the best places in Kreuzberg, especially when you're here for the first time. The reason is that there are too many interesting and cool places around here, you just won't manage to see all of them in just one or two days without a guide. So...here it is, the straight tip for a perfect day and a perfect night in the best stores, gallerys, cafes, bars, clubs and parties in Kreuzberg.
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Trinkteufel, Fixer und Bombenbastler

(17 Bewertungen)
Einen schönen Giftcocktail serviert man uns da so kurz vor Weihnachten: von Trinkteufeln, Fixern und Bombenbastlern. Kreuzberg kommt momentan gar nicht gut weg im Kanon der Presse. Haben wir uns gerade erst an die Schlagzeilen von brennenden Luxuskarossen und beschmierten Loft-Fassaden gewöhnt, gießt man nun reichlich mediales Öl nach, um die ewige Flamme der Empörung am Leben zu erhalten. Pete Dohertys viel beschriebene Kneipentour durch Kreuzberg ist da noch das Nebensächlichste. Denn wir befinden uns hier mitten im Kriegsgebiet: ein Bürgeraufstand gegen die Fixer vom Kottbusser Tor formiert sich, während zur selben Zeit schwarz verhüllte angry young men in verrumpelten WG-Zimmern an einer neuen Superbombe basteln. Ach so, ja, und nicht zu vergessen: Kreuzbergs Mieten steigen und steigen. Auch darüber müssen wir  mal sprechen. Oder etwa nicht? - Eine Mediennachlese.
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Die Armutslandkarte

(24 Bewertungen)
Was die Meisten wohl längst ahnten, ist nun wieder amtlich - der neue Sozialstrukturatlas Berlin zeichnet insbesondere für Kreuzberg ein nach wie vor trauriges Bild. Zwar konnte der Bezirk gegenüber Neukölln und Mitte ein wenig aufholen und belegt im Ranking jetzt "nur noch" den drittletzten Platz, auf der anderen Seite lebt hier inzwischen jedes zweite Kind von Hartz IV, in manchen Teilen des Bezirks sind es sogar bis zu 75 Prozent der Kinder.
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Berlnale? Berliiiiiiiiiiiinale!

(5 Bewertungen)

Heute also hat die 59. Berlinale begonnen. Der internationale Filmzirkus macht Station in Berlin. Ob auch für Kreuzberg ein wenig vom cineastischen Glanz abfällt, warum der Berlinale auf den offiziellen Plakaten ein "i" fehlt, oder aber ob nicht viel zu viele "i's" zu sehen sind und ob auch dieses Jahr wieder die Stadt voller stolzer Taschenträger sein wird - diese Fragen sollen hier geklärt werden.

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Macht kaputt, was euch kaputtmacht?!?

(23 Bewertungen)

Das Kolumnieren könnte so angenehm sein dieser Tage, das Ramones-Museum hat nach zwei Jahren Pause wieder aufgemacht. Nur leider nicht an seinem alten Standort hier in Kreuzberg, sondern in der Krausnickstraße in Mitte. Weil, so der Betreiber, die Kreuzberger keine Museumsgänger seien, die Touristen aber, die man in Mitte ja alle Nase lang antrifft, sehr wohl. Statt also anregend über die Kultpunker zu referieren, wird leider von dem Fast-Food-Restaurant Subway in der Schlesischen Straße die Rede sein müssen, und von Leuten, die voller Unmut dort Steine gegen die Scheibe geschleudert haben.

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Wem gehört die Stadt?

(24 Bewertungen)
Tempelhof, Mediaspree, O2-Arena, Landwehrkanal, Admiralbrücke, Kottbusser Tor, SO 36, Reichenberger Straße. Die Liste der umkämpften Orte in Kreuzberg und Berlin ist lang und sie wächst weiter. Genauso wächst auch das Unbehagen, der Zorn, zum Zuschauer verdammt zu sein, zum buchstäblichen Zaungast, wie in Tempelhof. Doch Widerstand ist längst organisiert. Immer mehr Menschen wollen mitreden über die Zukunft der Stadt, die Gestaltung der Räume, in denen sie sich täglich bewegen. Weil sich jetzt, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, eine Entwicklung wiederholt im Westen Berlins, die im Ostteil der Stadt schon abgeschlossen ist: die vollständige architektonische und soziale Entkernung ganzer Bezirke. Hier in Kreuzberg wird das alles etwas anders ablaufen. Der Prozess wird länger dauern, die Veränderungen werden erst mit Verzögerung wirklich spürbar werden. Doch dass der Prozess längst in Gang gesetzt wurde, daran besteht kein Zweifel. Die Stadt ist Beute. Und warum sollte Kreuzberg hier ausgenommen sein? Die Immobilienbranche sagt: Berlin wird gerade erst entdeckt.  Berlinhype? Er beginnt gerade erst. Damit stellt sich die Frage: Wem gehört die Stadt?
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Abgewrackt - der Jahresrückblick 2009

(11 Bewertungen)
Weder die Abwrackprämie noch die Schweinegrippe sorgten 2009 für kriegsähnliche Zustände. Jene drei Worte, die die selbsternannte Gesellschaft für deutsche Sprache dieses Jahr zu den "Worten des Jahres" kürte, fassen jedoch plakativ zusammen, was 2009 die Schlagzeilen beherrschte. Und für zwei der drei Worte, die "Abwrackprämie" und die "kriegsähnlichen Zustände", gilt das ganz besonders auch für Kreuzberg. Auch in Kreuzberg wurde reichlich abgewrackt - freilich auf andere Weise, als es der Begriff eigentlich meint: 2009 gingen im Bezirk so viele Autos wie nie zuvor in Flammen auf (die genaue Statistik hier). Kriegsähnliche Zustände also in Kreuzberg. So jedenfalls wollte es die deutsche Medienlandschaft verstanden wissen. Was sonst noch los war? Wir blicken nochmal kurz zurück.
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Alpenglühen in Kreuzberg

(20 Bewertungen)
Architekt Jakob Tigges wusste, dass sein Vorschlag keine Chance haben wird. Und doch hat er ihn gemacht. Ein Berg für Tempelhof, auf dem ehemaligen Flughafengelände. Mittlerweile ist die erste Phase  des Architektur-Wettbewerbs zur Neubebauung abgeschlossen. Und man ahnt schon, dass am Ende doch ein Kompromiss-Vorschlag gewinnen wird - Reihenhäuser, nach dem Lego-Prinzip zusammengesteckt und im Raum verteilt. Tigges Vorschlag mit dem Berg sollte betriebsblinde Augen öffnen. Für eine große Idee werben. Hat doch Berlin gerade ein weiteres Mal die Chance, etwas wirklich Herausragendes zu bauen auf dem riesigen, offen stehenden Areal. Die zweite große Chance nach dem Potsdamer Platz, bei dessen Wiederaufbau alles schief gelaufen ist - dort steht heute Kleinkrämerarchitektur mit blassen Fassaden und künstlichen Straßen.
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Der Mob kauft ein - Carrotmob in Kreuzberg

(13 Bewertungen)
Kurz vor vier. Ein kleines Grüppchen, vielleicht zwanzig, dreißig Leute, warten vor dem Spätkauf "Multikulti" in der Wiener Straße auf den Beginn der Aktion. Die Hälfte der Wartenden sind Presseleute - Kamerateams, Reporter, Fotografen. Auch der unvermeidliche RBB ist mit einem Wagen vor Ort. Neues aus dem Kiez einfangen. In zehn Minuten findet hier der erste deutsche Carrotmob in Deutschland statt.
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Stadt aus Eis

(3 Bewertungen)
Es gibt keine Klimaerwärmung. Es gibt nur Kälte, Eis, Eis, Eis und nochmal Eis. Dazwischen fällt Schnee - in allen Farben und Qualitäten. Berlin erlebt einen Winter, der erstens nicht mehr aufhört und zweitens eines wieder ganz deutlich zeigt: diese Stadt funktioniert nicht so, wie andere Städte.
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Berlin vs. London

(20 Bewertungen)
Mark Espiner kommt aus London, schreibt für den Guardian und ist gerade zwei Wochen in Berlin um die Stadt zu "testen". Espiner will herausbekommen, ob Berlin London den Rang abgelaufen hat. Espiner sagt, er mache sich Sorgen. Sorgen, "dass von Berlin ein Sog ausgeht, der unsere besten Kulturleute anzieht". Steht es wirklich so schlimm um die britische Metropole? Oder anders herum gefragt: bekommen Berlin und Kreuzberg bald eine englische Exilgemeinde?
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Einkaufen für den Umweltschutz - Carrotmob in Kreuzberg

(10 Bewertungen)
Dass der erste deutsche "Carrotmob" ausgerechnet in diesem eher unscheinbaren Spätkauf stattfinden wird, ist schon eine Überraschung. Am Samstag, den 13. Juni 2009, werden vielleicht hunderte "Carrotmobber"  versuchen, den Laden leer zu kaufen und damit ihren Teil der Vereinbarung einzulösen. Danach ist der Laden an der Reihe. Denn einfach nur dafür, um sich dort  mit Grundnahrungsmitteln einzudecken oder um hemmungslos zu konsumieren, haben sich die Carrotmobber den Spätkauf für ihre Aktion nicht ausgesucht.
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Wartende Hunde

(18 Bewertungen)
Es ist jetzt Winter. Und in diesem Jahr ist  sogar wirklich Winter. Eine schon fast nicht mehr für möglich gehaltene Kälte hat sich über Berlin gelegt und scheint noch lange zu bleiben. Wer draußen unterwegs ist, hält die Wege kurz. Viele tragen Kleidung, die auch für eine Nordpol-Expedition taugen würde. Dass die Menschen immer gleich so übertreiben müssen. In diesen eiskalten Tagen jedenfalls, wo man keine Gesichter mehr sieht, sondern nur noch Kapuzen, Schals, Mützen, Helme und aufgebauschte Daunenjacken, fallen Andere mehr auf als sonst - wartende Hunde.
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SO 36 bleibt?

(33 Bewertungen)
Als fester Bestandteil des Kreuzberger Nachtlebens und gerade 30 Jahre alt geworden, könnte dem legendären SO 36 ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr das Aus drohen. Der Grund: ein lärmempfindlicher Nachbar und eine blinde Bürokratie, die dem Veranstaltungsort bereits eine offizielle Anordnung zustellen ließ. In dem Schreiben heißt es: werden nicht umfangreiche Baumaßnahmen zur Lärmreduzierung vorgenommen, darunter eine Schallschutzmauer neben dem Club, sind Konzerte fortan nur noch in Zimmerlautstärke zulässig.
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Allein im Dunkeln

(32 Bewertungen)
Der Kreuzberger ist Weltenkenner genug, um zu wissen, dass ein kurzes sonniges Zwischenhoch alleine auch nichts daran ändert, dass die Tage wieder kürzer werden, die Luft kälter und der Himmel trüber. Das ist der Lauf der Dinge. Viele sehen sich nun mit dem Problem konfrontiert, in dieser nun anstehenden dunklen Zeit nicht pausenlos das verlorene Schöne zu beklagen. Was kann man tun?
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5,58 Euro kalt

(21 Bewertungen)
Dass die Mieten in Kreuzberg seit Jahren steigen, ist nicht neu. Und doch sind die gerade erschienen Zahlen ernüchternd - Kreuzberg ist bei den Quadratmeterpreisen für neu abgeschlossene Mietverträge mittlerweile einsamer Spitzenreiter in Berlin. Nicht Charlottenburg, Wilmersdorf, Zehlendorf oder Dahlem - nein, Kreuzberg. 5,58 Euro kostet der Quadratmeter Wohnfläche jetzt im Schnitt. Das sind 50 Cent mehr als im Berliner Durchschnitt. Warum eigentlich?
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