Künstlerhaus Bethanien |
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UPDATE: Das Künstlerhaus Bethanien ist aus dem historischen Bethanienhaus in neue Räumlichkeiten umgezogen. Die Ausstellungsräume befinden sich jetzt in der Kottbusser Straße, die Ateliers in der Kohlfurter Straße (genaue Adresse unten). Aufgrund seiner großen Bedeutung für die Geschichte Kreuzbergs, haben wir uns entschlossen, den alten Artikel zum Bethanien-Haus weiter online stehen zu lassen. Auch das neue Künstlerhaus Bethanien versteht sich als Begegnungsstätte von Kunst und Realität.
Das ehemalige Künstlerhaus Bethanien, oder einfach kurz Bethanien-Haus, ist einer der ganz wichtigen und geschichtsträchtigen Orte in Kreuzberg. Der riesige Backstein-Komplex beherbergte bis 2010 neben 20 Künstlerateliers auch Veranstaltungsräume, in denen regelmäßig Ausstellungen stattfanden.
aktuelle Adresse des Künstlerhauses BethanienKottbusser Str. 10/Kohlfurter Str. 41-43 10999 Berlin Die Geschichte des Bethanienhauses beginnt 1847. Ludwig Persius, ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel, dem Berliner Stararchitekten des 19. Jahrhunderts, entwirft den kirchenhaften Bau, der nicht weniger berühmte Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné den umgebenden Park. Das Gebäude diente zunächst als Krankenhaus. Theodor Fontane arbeitete während der Revolution von 1848/49 als Apotheker hier.
Ein Haus für Künstler und die Kunst ist das Bethanien erst seit 1974. Und das auch nur, weil der Abriss, der eigentlich für 1970 geplant war, in letzter Minute und durch Bürgerproteste verhindert werden konnte. An die Zeit der wilden Kreuzberger Häuserkämpfe mit der Polizei erinnert ein heute mythisches Nebengebäude, das sogenannte Georg-von-Rauch-Haus. 1971 besetzt, fand ein Jahr später eine große Räumungsaktion statt. Davon handelt der mittlerweile weltberühmte "Rauch-Haus-Song" von Ton Steine Scherben.
Ein Besuch, sowohl des alten, als auch des neuen Bethanien-Hauses ist für Touristen Pflicht, für Kreuzberger sowieso. Allein der Architektur wegen. Aber auch ein Besuch der Ateliers und Ausstellungen lohnt sich immer. Ab und zu werden sogenannte "Open Studios"-Abende geboten, an denen die Kunst-Stipendiaten ihre Ateliers für das Publikum öffnen.
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