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Kreuzberg Special Magische Orte

Magische Orte

Görlitzer Park

(23 Bewertungen)
Den Görlitzer Park, aka Görli, einen "magischen Ort" zu nennen, liegt nicht gerade auf der Hand. Oft ähnelt der Park einem räudigen Straßenköter, dem überall das Fell ausgeht. Überhaupt Park. So ein richtiger Park ist der Görli eigentlich gar nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn man bei diesem Wort an eine romantische Gartenlandschaft aus wohlpropotionierter Natur denkt. Nein, romantisch ist es hier nicht. Der Görlitzer Pak ist rauh, wie eine offene Industriebrache.  Tundra, Steppe - das passt viel besser zu ihm. Gelbes Gras, Natura morta an vielen Stellen. Aber genau hier liegt paradoxerweise sein Charme begraben.
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Admiralbrücke

(23 Bewertungen)
Eine Einschränkung muss gleich zu Beginn gemacht werden. Wenn auch keine gravierende. Die Admiralbrücke in Kreuzberg, sie überspannt den Landwehrkanal direkt am Casolare, ist vor allem im Sommer ein "magischer Ort". Nicht nur, aber eben dann ganz besonders. Was die Brücke so einzigartig macht, ist nicht ihre ohne Frage schöne Architektur. Auch nicht das Ensemble aus Brücke, Kanal und angrenzenden Bauten. Es ist ein anderer, nicht ganz leicht zu ergründender Reiz, den die Brücke in den Sommermonaten ausstrahlt und der Abend für Abend dutzende Passanten anzieht, die zufällig hier vorbeikommen oder sich verabredet haben.
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Das Engelbecken

(7 Bewertungen)
Im Herbst und Winter ist das Engelbecken kein einladender Ort. Die aschefarbene Wasserfläche des ehemaligen Hafenrunds hebt sich kaum von den umgebenden Gebäuden ab. Passanten, die den Ort nicht kennen, nehmen die Anlage erst gar nicht wahr. Ein Fehler. In den Sommermonaten, genauso aber im Herbst oder Winter nämlich lohnt es sich hierher zu kommen. Nicht nur, weil das hier ehemaliges Sperrgebiet der Berliner Mauer ist. Nein, die Geschichte dieses Ortes reicht viel weiter zurück. Bis zu der Zeit, als hier noch Schiffe anlegten und quiekende Kinder badeten.
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Wohnhaus Körtestraße 12

(20 Bewertungen)

Man mag nun denken: Hm? - Ein Wohnhaus, ein normales Wohnhaus? Was um alles in der Welt soll daran besonders sein? Hier also beginnen schon die Schwierigkeiten. Wie soll man erklären, was das Besondere an diesem Haus in der Körtestraße 12 ist? Man muss sich die Zeit nehmen und hier ein paar Momente verweilen. Denn normalerweise lässt man das kleine, cremefarben-blaue 50er-Jahre-Haus unbeachtet links liegen. Ein Fehler.

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Der Fidicinkiez

(70 Bewertungen)
Von außen betrachtet mag man die Einwohner des Fidicinkiezes für eine glückliche Spezies halten. Immerhin wohnen sie so ziemlich im Schönsten, was Kleinbürgertum um die 19./20.-Jahrhundertwende so in Deutschland hervorgebracht hat. Sie gucken dauernd auf Prachtfassaden.
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Der Landwehrkanal

(19 Bewertungen)

Venedig, Amsterdam, Berlin. Diese Namen gehören zumindest dann in eine Reihe, wenn man an der Uferböschung des Landwehrkanals steht und an die großen, auf Wasser gebauten Städte denkt. Der Landwehrkanal, der neben Kreuzberg auch durch Neukölln, Tiergarten und Charlottenburg führt, mag nicht ganz so romantisch sein, wie die Kanäle der Lagunenstadt oder die Grachten der niederländischen Metropole, wahrscheinlich auch bleibt bei dem, der von den vielen Brücken auf ihn herunter geblickt hat, kein bleibendes Bild in Erinnerung. Den Landwehrkanal muss man mit anderen Augen betrachten. Der romantische Blick findet hier keine Auflagefläche - wohl aber der ruhende.

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Der Bethaniendamm

(20 Bewertungen)
An die Mauer erinnert hier und heute nichts mehr. Merkwürdig, ja. Merkwürdig sieht der parkähnliche Kiesweg zwischen Engel- und Bethaniendamm aus. Wie eine Furche, die nicht hierher gehört. Ein Schnitt durch die Stadt. Dass hier bis vor 19 Jahren noch der "antifaschistische Schutzwall" stand, den Begriff hatte sich einst eine kampfbereite DDR ausgedacht, ist kaum mehr nachzuvollziehen. Auch nicht, dass Kreuzberg damals am äußersten Rand der BRD lag. Im totesten Winkel. Der Ort zwar wurde renaturiert, ein paar Sträucher wachsen heute hier, ein paar kleine Bäumchen - merkwürdig jedoch ist er geblieben. Eine Grenze. Nicht mehr zwischen Staaten, zwischen zwei Bezirken nur.
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Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirche

(9 Bewertungen)
Friedhöfe zu den magischen Orten eines Bezirks zu zählen wird dem Einen oder Anderen merkwürdig, ja schauerlich vorkommen. Doch diese Gefühle, mögen sie auch verständlich sein, sind bei diesem Friedhof (und vielen anderen) unangebracht. Der Begräbnisplatz der Jerusalems- und Neuen-Kirche, wie er eigentlich heißt, ist ohne Frage einer der magischen Orte in Kreuzberg. Nicht nur deshalb, weil eine Reihe prominenter Künstler hier begraben sind - nein, der Friedhof ähnelt viel eher einer alten Parklandschaft, als einem düsteren, traurigen Ort. Ist das Leben an diesem Ort auch zum Stillstand gekommen, die Geräusche der Stadt wehen herüber und lassen einen zu jedem Zeitpunkt wissen, dass das Leben draußen seinen Gang geht.
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