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Nachtleben

Ausgehen in Kreuzberg ist gar nicht so leicht. Wohin nur bei diesem Überangebot an Bars, Kneipen, Clubs? Für jeden Typ, jede Vorliebe findet sich etwas. Ob gediegen oder trashig, leise oder laut, abgefahren oder romantisch - alles ist möglich. Natürlich auch in Kombinationen. Und so lautet die einfache Antwort auf das "Wohin": suchen, ausprobieren! Wer zum Beispiel in der Wiener Straße mit seiner nächtlichen Tour beginnt, sich über Oranienstraße und Kottbusser Tor bis in den Gräfekiez vorarbeitet, wird auf seinem Weg genau die Bars, Kneipen und Clubs finden, die Kreuzberg so einzigartig, echt und vielseitig machen. Wer allerdings bis ans Ende der Nacht kommen will, sollte über eine robuste Kondition verfügen. Denn, wie es heißt es so altbekannt: "Kreuzberger Nächte sind lang". Sehr lang sogar. Auch für die, die am frühen Morgen noch nicht genug haben, finden sich noch ausreichend Möglichkeiten auf einen aller-allerletzten Absacker. Wenn es dann wieder hell wird über Kreuzberg, hat der Stadtteil nichts von seiner Vielseitigkeit verloren. Die große Ernüchterung bleibt aus. Neue Reize warten, nicht weniger vielfältig, als die der Nacht.

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Kreuzberg Nachtleben

Nachtleben

Ritter Butzke

(90 Bewertungen)
Das Ritter Butzke ist vielleicht der bekannteste unbekannte Club in Kreuzberg. Er kommt ohne Werbung aus und ist an Wochenenden trotzdem gesteckt voll. Das dürfte hauptsächlich an seiner wild bewegten Vergangenheit liegen, die dem Ritter Butzke einen fast schon legendären Ruf beschert hat.
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Monarch Club

(51 Bewertungen)
Eigentlich merkwürdig, dass der Monarch Club so überaus erfolgreich ist. Denn nüchtern betrachtet ist das Monarch einfach nur ein karger, betonierter Großraum, geschmückt von einigen wenigen Hobbykeller-Accessoires. Aber das reicht offenbar völlig, um einen erfolgreichen Club zu betreiben. Warum auch nicht? - Der weite, hohe Raum eignet sich perfekt für einen Club. Und es ist gerade die dezent trashige Atmosphäre, die Fashion victims aus allen Bezirken anzieht. Wenn dann auch noch der DJ "mitspielt" und nicht nur - wie's leider öfter mal passiert - seine eigenen, schrägen Vorlieben abspielt, steht einem großartigen Abend im Monarch nichts im Wege.
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Fuchsbau

(48 Bewertungen)

In einem Fuchsbau bilden Fuchsfamilien Schlaf-Gemeinschaften. Nicht so im Fuchsbau in Kreuzberg. Die Bar ist keine Baumhöhle, kein Versteck, sondern ein minimalistischer Laden zum Café und Bier trinken - weniger aber zum "abhängen". Dafür ist das Licht zu hell und die Stühle zu hart. Der Fuchsbau erinnert immer ein wenig an ein Bahnhofsrestaurant aus den 50er Jahren - karge Wände, karge Holztische, alles ist klar strukturiert, keine Spielereien, keine Fragen offen.

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Cake Club

(20 Bewertungen)

Den Cake Club kann man am ehesten als Tanzlokal bezeichnen. Kein wirklicher Club und auch keine echte Bar. An Wochenenden ist der Laden gesteckt voll und die Stimmung fast immer sehr ausgelassen. Musikalisch lässt sich der Cake Club kaum festlegen. Von allem etwas, vor allem aber treibend und laut. Im vorderen Bereich kann man noch am ehesten chillen und dem Treiben bei einem Cocktail oder Bier zusehen.

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Horst Krzbrg

(31 Bewertungen)
Was, 'n Club, hier? - Aber ja! Dort, wo tagsüber Billigmöbel und Wiener Schnitzel geshoppt werden (Möbelhaus Domäne, gleich nebenan), wird am Wochenende gefeiert. Das Horst Krzbrg trägt zwar zu wenige Vokale im Namen (Sparsamkeit?), sonst aber wurde hier an nichts gespart. Einst ein Punk-Schuppen und eine Postfiliale, ist das Horst Krzbrg nun Heimat für alle partyhungrigen Horsts.
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Schlawinchen (24 Stunden geöffnet)

(30 Bewertungen)
Vielen stellt sich nach 4 Uhr die Frage, wohin? Wohin mit meinem noch nicht ganz ausentwickelten Rausch, wohin mit meinem Liebeskummer, wohin mit meiner gerade eben geschlossenen Club-Bekanntschaft? Für diese Fragen gibt es in Kreuzberg neben der Roten Rose nur eine passende Antwort: das Schlawinchen. Es hat immer geöffnet. Und nach 4 Uhr in einer Samstagnacht sowieso.
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Luzia

(29 Bewertungen)

Wer's richtig stylisch haben möchte, also eher das neue, denn das traditionelle Kreuzberg sucht, der sollte im Luzia einkehren. Die Einrichtung ist zwar alles andere als neu - sie besteht aus einem recht geschmackvollen 50er-Jahre-Möbelmix -, alles andere aber, vom Barteam bis zum Publikum, das sich im riesigen Innenraum an den unzähligen kleinen Tischchen verteilt, ist ein Querschnitt aktuellster Moden und ganz auf seine Außenwirkung bedacht. Schon für 1,80 €, soviel kostet eine Tasse Normalkaffee, erwirbt man eine Eintrittskarte für das Schauspiel ankommender, anwesender und wieder gehender Gäste - drinnen und auch draußen auf der immer belebten Oranienstraße, die direkt hinter den riesigen Schaufenstern des Luzia liegt.

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Bierhimmel

(14 Bewertungen)
Unter einer Bar, die sich Bierhimmel nennt, würde man nicht unbedingt das erwarten, was der Bierhimmel in der Oranienstraße ist. Der Name hört sich nämlich an wie der einer typischen Absturzkneipe mit entsprechender Klientel. Aber das hat, wie gesagt, nichts mit dem Kreuzberger Bierhimmel zu tun.
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Hotel-Bar

(119 Bewertungen)

In den Berliner Stadtteilen, in die einst zwar zu Sanierungszwecken Subventionsmilliarden flossen, in denen die Gehwege aber nach wie vor marode sind, entstehen immer mal wieder Lokale, die synthetisch klingende Namen haben, über ein blank geputztes geräumiges Inneres verfügen und die nach ein, zwei Jahren sang- und klanglos genauso unauffällig wieder verschwinden, wie sie entstanden sind. Keiner bedauert diesen Vorgang. Das Hotel, von manchen auch Hotel-Bar genannt, muss ein solches Schicksal nicht fürchten. Es ist drauf und dran, das Kreuzberger Nachtleben durcheinander zu wirbeln – weil es so gut zu unserem Stadtteil passt.

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Paloma Bar

(33 Bewertungen)
Der Schnulzhit von der weißen Taube (Paloma Blanca), mit dem George Baker 1975 weltberühmt wurde, passt perfekt zur Paloma Bar. Auch sie ist kaum zu ertragen. Nein, im Ernst. Zu einem Besuch in der mittlerweile etablierten Bar kann man nur raten. Allein die Aussicht durch die großen, schrägen Fenster auf den U-Bahnhof Kottbusser Tor, lohnt den Abstecher. Die Bar ist klein, eingerichtet wie Omas Wohnzimmer und ab spätestens 1 Uhr so voll, dass man kaum mehr Platz findet. Es empfiehlt sich also, möglichst früh hier zu sein.
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Bohnengold

(34 Bewertungen)
Was für eine schöne Bar! - Das musste gleich zu Beginn gesagt werden. Trotz der verbreiteten Mode, Bars mit abgelaufenem, oder besser abgesessenem Interieur aus den 50ern auszustatten und ihrer Lage in der vielleicht unattraktivsten Straße Kreuzbergs - die Bar Bohnengold glänzt. Viele werden hier einfach achtlos vorübergehen. Kein Wunder, von Außen deutet wenig auf das Bohnengold hin - trotz der breiten Schaufenster. Nicht mal ein Namenszug.
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The Establishment

(25 Bewertungen)

Der Laden war schon viel. Teestube und Bio-Eisdiele unter anderem. Jetzt ist hier die Bar The Establishment eingezogen. "Spit and sawdust" hieß sie zuerst, was im britischen Englisch so etwas wie eine unmoderne und recht runtergekommene Bar bezeichnet. Dass sich die Macher der Bar in der Reichenberger Straße für diesen Namenswechsel entschieden haben, lässt nun viele Interpretationen zu: eine ist, dass man das Anfangs-, also Larvenstadium der Musikbar nun überwunden hat und jetzt eine etablierte Größe sein möchte im Kreuzberger Nachtleben.

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Rote Rose (24 Stunden geöffnet)

(14 Bewertungen)
Die Rote Rose nennt sich ganz schlicht "Bierlokal". Doch ganz so schlicht ist diese Kneipe nicht, angefangen bei der eigenwilligen und hoffnungslos kitschigen Einrichtung bis hin zum Publikum. Hier gilt übrigens - je später der Abend, desto merkwürdiger werden die Gäste. Wer zum Beispiel in den frühen Morgenstunden, so ab 5 oder 6 Uhr, in den 24 Stunden geöffneten Laden kommt, trifft auf eine bunte Mischung meist stark alkoholisierter Kneipenbesucher aller Schichten. Schon längst "gehört" die Rote Rose nicht mehr nur denen, die hier schweigend ihr Bier trinken und nebenbei die Spielautomaten mit Hartz-IV-Geld füttern. Und wer sich nicht schon an der Tür von der lauten Schlagermusik und dem Zwerg-Interieur abschrecken lässt, kann hier durchaus eine heitere Zeit verbringen.
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Cortina Bob

(13 Bewertungen)
Vor dem Cortina Bob residierte hier eine afrikanische Disco, in der es immer recht funky zur Sache ging. Wenn auch die Musik eher fragwürdig war, die Stimmung war es nicht. Doch das ist Geschichte. Jetzt bereichert eine neue Konzert-Location das Kreuzberger Nachtleben. Die Wiener Straße hat sich damit fast zu einer Art Konzert-Meile en miniature entwickelt.
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Bar in der Mariannenstraße

(29 Bewertungen)
Die Bar heißt Bar. So wie Zahnpasta Zahnpasta. Die Betreiber der gerade erst eröffneten Bar müssen sich, als es darum ging, einen Namen für ihre Bar zu finden, fürchterlich gestritten haben. "Mariannen-Lounge!" schrie der Eine, "Niemals!" gab der Andere schreiend zur Antwort. Und nach ein paar Tagen der Funkstille riefen sich die Beiden doch wieder an und vertrugen sich. Und am Ende ihres Telefonats sprach dann der Eine zum Anderen: "Du, lass sie uns doch einfach Bar nennen". Der Andere überlegte kurz, ob er vom Anderen nun auf den Arm genommen wird und das ganze Projekt damit endgültig gestorben sei, sagte dann aber doch einfach: "Ach, die einfachsten Sachen sind doch immer noch die besten".
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Soulcat

(17 Bewertungen)
Schon seit ein paar Jahren erlebt die Soul-Musik der 60er Jahre Renaissance nach Renaissance. Völlig zurecht. Es gibt kaum eine andere Musik-Richtung, die die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühle besser ausdrückt - keine andere Musik-Richtung auch, die dies auf lässigere Art tut. Ein Glücksfall daher, dass es das Soulcat gibt. Zumal in der etwas ausgestorbenen Reichenberger Straße. Kurz nach Silvester 2008/2009 eröffnet, "brummt" der Laden schon jetzt - an Wochenenden findet man in der mittelgroßen Bar kaum mehr einen Sitzplatz.
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