 "Paaa-Pa-Daaaaaaam, indisch Konkurrent" ruft der Verkäufer mit dem geflochtenen Korb in einer Lautstärke, die Tote erweckt. Es ist der Papadam-Mann - wer sonst -, der dies ruft und sich damit neue Kundschaft quasi erschreit. Denen, die die indische Brotspezialität nicht kennen, bröckelt der Papadam-Mann bereitwillig-lachend einige Bruchstücke des knochentrockenen Fladens in die Hände - zum Anfüttern. Doch Vorsicht! Papadam kann salzig sein, wie das tote Meer und brennend, wie die Sonne über Mumbai, welche die Gedanken austrocknet bis auf einen: Wasser, Wasser!
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 Das Ergebnis der Abstimmung erinnert in seiner Eindeutigkeit an frühere DDR-Volkskammerwahlen: 80 Prozent unserer User sagen, die Kreuzberger Mieten seien heute zu hoch. Ist das Ausdruck eines Gefühls, oder handfester Hinweis auf tatsächliche Strukturveränderungen im Bezirk? Nur 11,4 Prozent der User sind dagegen der Meinung, die Kreuzberger Mieten seien nach wie vor günstig, die restlichen 8,6 % wissen es nicht.
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 Ein kindisches Hobby, zugegeben. Ab einem gewissen Alter spuckt man einfach nicht mehr von Brücken herunter. Aber Spaß würde es dennoch machen, auf einer der Kreuzberger Kanalbrücken stehend auf die im Sommer zahlreich vorbeiziehenden Touristendampfer herunter zu spucken. Bleibt noch das Hinterherwinken. Kann auch lustig sein. Die Touristen schauen dann immer so irritiert. - Gäbe es den Landwehrkanal nicht schon, man müsste ihn glatt erfinden.
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(c) Anselm Amseln |
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Unsere Fotostrecke zum 1. Mai in Kreuzberg. Die größte Freiluftparty des Bezirks, das "Myfest", fand dieses Jahr bei bestem Wetter statt. Wahre Menschenmassen - 24.000 Besucher zählt die offizielle Statistik - wälzten sich durch die Hauptschlagader Oranienstraße und ihre Verzweigungen. Insgesamt 20 Hotspots mit Bands und DJs sorgten für die musikalische Untermalung. Wie schon im vergangenen Jahr galt auch 2011 ein Verbot für Flaschen und Gläser. Zu Ausschreitungen autonomer Gruppen kam es in den späteren Abendstunden vor allem rund um das Kottbusser Tor. Sie blieben in ihrer Heftigkeit jedoch weit hinter denen der letzten Jahre zurück - ein wenig zerbrochenes Glas, ein paar Rangeleien und insgesamt 103 Festnahmen. Rund 7000 Polizisten aus ganz Deutschland waren an diesem 1. Mai nach Kreuzberg beordert worden. (Fotos zum vergrößern anklicken).
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Es war als "urbane Ideenschmiede" und "multidisziplinäre Begegnungsstätte" gedacht und sollte Künstler, Wissenschaftler und vielleicht auch den Jedermann von der Straße diskutierend zusammenbringen. Doch nach deutlichen Reaktionen aus der linken Szene scheint klar: Es wird kein Guggenheim Lab geben in Kreuzberg.
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 Um es gleich vorweg zu sagen: der Spinattaschenmann hat große, sehr große Ähnlichkeit mit Roberto Benigni (links ein Näherungswert). Bei einem Roberto Benigni-"Look alike contest" würde der Spinattaschenmann ganz vorne mitmischen. Wenn nicht sogar gleich den ersten Platz machen. "That's him!" - würde die begeisterte Jury einhellig ausrufen und all die anderen Benignis umgehend nach Hause schicken. Doch von seiner Ähnlichkeit zum italienischen Starschauspieler weiß der Spinattaschenmann nichts. Er ist kein Schauspieler, nein, er hat nicht mal eine besondere schauspielerische Begabung, wenn er nachts die Kreuzberger Kneipen abklappert. Sein Job heißt ganz einfach: warme Spinattaschen verkaufen.
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 Zum Lachen geht der Deutsche in den Jodelkeller. So - oder so ähnlich - lautet das Sprichwort, das man sich über die Deutschen erzählt von Reykjavik bis Tunis. Und auch Kreuzberg hat seinen Jodelkeller. Er liegt in der Adalbertstraße, schon recht am Ende und etwas versteckt im Souterrain der Nummer 81. Doch zum Lachen, nein, zum Lachen kommt kein zufälliger Gast hierher. Warum dann?
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Der Kreuzberger Landwehrkanal ist ganz sicher nicht der schönste Platz auf Erden. Und doch ist dieses lang gezogene Band aus still stehendem, schwarzen Brackwasser und sein Ufer ein besonderer Ort. Hier ist Raum um zu sitzen, zu trinken, zu schauen. Und um Boule zu spielen. An warmen Sommerabenden sind die vier Kiesfelder zwischen Forster und Liegnitzer Straße stets bis auf den letzten Zentimeter besetzt. Drei jeweils bunt zusammengewürfelte Teams teilen sich dann eines der Rechtecke und lassen die Kugeln fliegen. Und - Gott sei dank - sind Profis hier die absolute Ausnahme.
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Stadt der Sofaleichen. Stadt der Wut. Stadt der gebrochenen Achsen und des Mülls. Ein kurzer, vernichtender Zustandsbericht Berlins nach oberflächlicher Lektüre zufällig ausgewählter Meldungen des Tages.
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 Das dritte Interview zur Bundestagswahl 2009 führten wir mit Halina Wawzyniak, Direktkandidatin der LINKEN für den Wahlkreis 84. Eines lässt sich daraus schnell ablesen: Von ihren starken Konkurrenten, allen voran dem Grünen Hans-Christian Ströbele, scheint die 36-jährige Juristin kaum beeindruckt. In Kreuzberg lebt Wawzyniak seit 1996, aufgewachsen ist sie in Ostdeutschland, genauer: im brandenburgischen Königs-Wusterhausen. Ihre Sozialisation dort: Mitgliedschaft bei den Jungpionieren, den Thälmann-Pionieren und in der FDJ. Zusammen mit ihrer Mitbewerberin, Vera Lengsfeld von der CDU, kandidiert mit Wawzyniak also eine weitere ostdeutsche Frau um den Einzug in den Bundestag im Wahlkreis 84. Ob das eine Rolle spielt? Es wäre zumindest eine Zeitenwende für Kreuzberg, nachdem der so eng mit dem Bezirk und der jüngeren westdeutschen Geschichte verwobene Ströbele schon zweimal den Wahlkreis gewinnen konnte. In ihrer Partei, deren vorerst letzte Häutung zur LINKEN erst zwei Jahre zurückliegt, ist sie schon seit 1990 Mitglied. Fast seit den Anfangstagen der "Ur-LINKEN" SED-PDS also. Momentan ist Halina Wawzyniak stellvertretende Parteivorsitzende und Bezirksvorsitzende in Friedrichshain-Kreuzberg.
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 Unsere Interviewserie zur Bundestagswahl 2009 geht weiter. Nach Björn Böhning (SPD), der sich große Hoffnungen macht in diesem Herbst die Wahl zu gewinnen und als Kreuzberger Direktkandidat in den Bundestag einzuziehen, stellten wir unsere zehn Fragen diesmal Böhnings stärkstem politischen Konkurrenten Hans-Christian Ströbele. Ströbele ist nach vielen Jahrzehnten politischer Aktivität, nach seiner Verteidigung von RAF-Terroristen der ersten Generation in den 1970er Jahren, seiner Mitbegründung der linken Tageszeitung TAZ, fast schon so etwas wie ein Denkmal. Anfang Juni 2009 wird er 70 Jahre alt, doch von Altersmüdigkeit ist nichts zu spüren.
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 Nein, der letzte Sommer war im Rückblick kein "großer". Eher ein langgezogener Tiefausläufer. Wohingegen der Herbst ein wenig an den April erinnert - aber lassen wir das. Die k24-User haben über ihren Kreuzberger Lieblingsort des zurückliegenden Sommers abgestimmt und das Ergebnis ist recht eindeutig ausgefallen: Platz eins geht mit 25 % an den Landwehrkanal. Leicht abgeschlagen mit 12,9 % und 12,1 % belegen Admiralbrücke und Spree die Plätze zwei und drei. Und immerhin 11,2 % der User "gehen ungern raus".
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(c) Anselm Amseln |
 "21. Tag: Die Erstbesteigung des Monte Papaya ist zu einer Farce geraten. Unsere Ausrüstung ist weg - in eine Gletscherspalte gefallen - und was uns noch geblieben ist, ist es nicht wert, Ausrüstung genannt zu werden: ein Petroleumkocher, ein Blechnapf, ein Paar zerlumpter Handschuhe. Was aber noch viel schwerer wiegt: Dr. Esterhazsy ist wahnsinnig! Ja, wahnsinnig! Seit letzter Nacht bin ich mir so gut wie sicher, dass er mir nach dem Leben trachtet...". Derlei Aufzeichnungen wird es zur Erstbesteigung des Kreuzbergs vermutlich nicht geben. Warum auch? Der Aufstieg ist in zehn Minuten geschafft. Doch lohnenswert ist die kurze Wanderung auf den 66 Meter hohen Hügel, der dem Bezirk seinen Namen gibt, allemal.
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Wutbürger. Diese unsinnige und doch treffende Umschreibung eines neuen Typus' des Citoyen dürfte es Ende des Jahres wohl konkurrenzlos zum "Unwort des Jahres" schaffen. Jetzt hat auch Kreuzberg seine Wutbürger. Und ihre Wut richtet sich ausgerechnet gegen die, die der Stadt sichere Einnahmen bescheren: den immer zahlreicher werdenden Touristen aus aller Welt.
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Peter's Werkstatt
Liebe Daniela, wir haben hier irgendwo auf der Seite...
Samira
Gegessen habe ich hier zwar nichts aber das werde ic...
Kollo
Ziemlich unfreundlich. War zu Gast in Berlin und fan...
Peter's Werkstatt
hallo ich habe ein alte plattenspieler favorit. such...
Dr. Jean Joseph Lévy
Mein Hautproblem wurde gut erkannt und die verschrie...