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Kreuzberg Special

Special

Obama in Kreuzberg
(15 Bewertungen)
Sie treffen sich regelm├Ą├čig im Traditions-Gasthaus Max und Moritz in der Oranienstra├če - vor und auch nach der Wahl Barack Obamas zum Pr├Ąsidenten der USA. "Sie" - das sind die "Democrats Abroad", Anh├Ąnger der US-Demokraten im Ausland. Nach der Berliner Rede ihres Idols haben einige von ihnen im Stillen gehofft, Obama werde seinen Weg auch nach Kreuzberg finden. Ins Max und Moritz und ansto├čen mit ihnen auf seine Rede, die Berlin entflammt hat und auf die neue Zeit, die nun heraufzieht. Doch sie hofften vergebens. Obama kam nicht. W├Ąhrend die Democrats Abroad freudetrunken in Kreuzberg zusammensa├čen, war der Hoffnungstr├Ąger schon auf dem Weg in sein Hotelbett. Am Tag darauf hob die "Obama One" dann von Tegel ab und lie├č sie alle in einem Rausch zur├╝ck, der bis heute anh├Ąlt.
 
Str├Âbele, der Kreuzberger Riese
(15 Bewertungen)

Hans-Christian Str├Âbele, der Gr├╝ne, der das einzige Direktmandat f├╝r seine Partei in ganz Deutschland im Wahlkreis Friedrichshain - Kreuzberg - Prenzlauer Berg - Ost h├Ąlt, will auch bei der n├Ąchsten Bundestagswahl 2009 noch einmal antreten. Seit gestern ist klar: Diesmal schicken SPD und CDU erstmals ernstzunehmende Konkurrenz gegen ihn ins Feld. Die DDR-B├╝rgerrechtlerin Vera Lengsfeld (CDU) und der Ex-Juso-Chef Bj├Ârn B├Âhning (SPD) k├Ânnten Str├Âbeles Herausforderer sein, sofern ihre Parteien sie nominieren. Muss Str├Âbele, der Kreuzberger Riese, nun um sein Direktmandat f├╝rchten? Wohl kaum.

 
Der Gang zum Amt
(22 Bewertungen)
Die B├Ârsen krachen nach unten, die Staaten pumpen 500 Trilliarden Euro in den Geldmarkt und nichts passiert. Offenbar haben wir es mit einer Wirtschaftskrise zu tun. Da ist es nur richtig, wenn man sich fr├╝hzeitig um seine Zukunft als Arbeitsloser k├╝mmert.
 
Mein Auto und Ich
(15 Bewertungen)
Morgens, wenn die ersten Strahlen der Sonne in mein Loft fallen, ist das erste, was ich sehe: Du. Wie Du so dastehst in Deinem mattschwarzen Glanz erinnerst Du mich immer ein wenig an ein sch├Ânes Tier. Ja, wie ein Panther siehst Du aus. Gef├Ąhrlich irgendwie ÔÇô bereit zum t├Âdlichen Sprung. Warte eben noch, ich esse nur eine Sch├╝ssel M├╝sli, dann zischen wir los. Auf dem Sprung durch die Stadt, vorbei an allen anderen ÔÇŽ So, oder so ├Ąhnlich, m├╝ssen die morgendlichen Gedanken derjenigen sein, die nun bald in das neue Car Loft-Haus in der Reichenberger Stra├če ziehen. Sie werden Wand an Wand mit ihren Autos leben. Das neue WG-Konzept, mein Auto und ich, hat Kreuzberg erreicht.
 
Macht kaputt, was euch kaputtmacht?!?
(23 Bewertungen)

Das Kolumnieren k├Ânnte so angenehm sein dieser Tage, das Ramones-Museum hat nach zwei Jahren Pause wieder aufgemacht. Nur leider nicht an seinem alten Standort hier in Kreuzberg, sondern in der Krausnickstra├če in Mitte. Weil, so der Betreiber, die Kreuzberger keine Museumsg├Ąnger seien, die Touristen aber, die man in Mitte ja alle Nase lang antrifft, sehr wohl. Statt also anregend ├╝ber die Kultpunker zu referieren, wird leider von dem Fast-Food-Restaurant Subway in der Schlesischen Stra├če die Rede sein m├╝ssen, und von Leuten, die voller Unmut dort Steine gegen die Scheibe geschleudert haben.

 
Seid einig, einig, einig!
(15 Bewertungen)

Einmal im Jahr ├╝bertr├Ągt das TV ein merkw├╝rdiges Spektakel: Da ist eine breite Stra├če zu sehen auf der sich viele, ja sehr viele Menschen befinden. Obwohl diese Menschen so zahlreich erscheinen, lassen sie eine ziemlich breite Gasse, durch die nach und nach geballte Milit├Ąrmacht rollt: Panzer sind zu sehen, Infanterie. Dann wird auf Lafetten Artillerie hinter Lkws hergezogen. Sogar Kavallerie hoppelt durch die Gasse dieser sehr breiten Stra├če und zu guter letzt wird die Szenerie von mehreren D├╝senjets ├╝berdonnert, die Abgasschleppen in drei Farben hinter sich herziehen: rot, wei├č und blau. Was geschieht da? Richtig: Die Franzosen feiern ihren Nationalfeiertag.

 
Tempelhof entsorgen
(16 Bewertungen)

Und jetzt? - Tag eins nach der Schlie├čung des Flughafens Tempelhof. Der letzte Spa├čflug, der mit einer Handvoll Wehm├╝tigen an Bord ein paar letzte Kurven im Himmel ├╝ber Berlin gedreht hat, ist gelandet. Kein Motorenl├Ąrm weht mehr her├╝ber nach Kreuzberg. Das rot blinkende Warnlicht des Radarturms ist abgeschaltet. Der Gigant hat sich schlafen gelegt. Wenn er eines fernen Tages wieder aufwacht, wird er sein Gesicht nicht wieder erkennen. Man wird nun mit Stift und Zirkel, sp├Ąter mit Pre├člufthammer und Harke, die betonierte Freifl├Ąche aufrei├čen und schlie├člich eine neue Landschaft ausbreiten - dort, wo einst ein Flughafen stand.

 
Zusammen? - Zusammen!
(10 Bewertungen)
Das Thema verliert nie an Aktualit├Ąt. Eigentlich wird es sogar immer aktueller. Wie funktioniert das Zusammenleben von Deutschen und Menschen mit Migrationshintergund und von Mittel- und Unterschicht in Kreuzberg heute, 2008? Die Antwort lautet knapp: recht gut. Die Klischees vom Problembezirk Kreuzberg decken sich in diesem Punkt nicht mit der Alltagsrealit├Ąt. Auch wenn ein wirklicher und echter "Dialog der Kulturen" selbst hier die Ausnahme ist - die Bilder p├Âbelnder U-Bahnschl├Ąger kommen aus M├╝nchen.
 
Das Kreuzberger Wesen
(18 Bewertungen)
Nur weil sie eine Seite im Internet betreiben, die kreuzberg24.net hei├čt, d├╝rfen deren Sch├Âpfer nicht davon ausgehen, die publizistische Oberhoheit ├╝ber Kreuzberg zu haben. Es gibt da eine Monatsschrift mit dem Namen Kreuzberger Chronik, die sich mit demselben Gebiet befasst. Sie liegt kostenlos in Kneipen, Restaurants und Bibliotheken aus und sollte von jedem Kreuzberger einmal gelesen werden. Darin steht z. B. wie der Planet Neptun von einer Kreuzberger Sternwarte aus entdeckt wurde und dann doch nicht, irgendwie.
 
Allein im Dunkeln
(34 Bewertungen)
Der Kreuzberger ist Weltenkenner genug, um zu wissen, dass ein kurzes sonniges Zwischenhoch alleine auch nichts daran ├Ąndert, dass die Tage wieder k├╝rzer werden, die Luft k├Ąlter und der Himmel tr├╝ber. Das ist der Lauf der Dinge. Viele sehen sich nun mit dem Problem konfrontiert, in dieser nun anstehenden dunklen Zeit nicht pausenlos das verlorene Sch├Âne zu beklagen. Was kann man tun?
 
Kachelofenrealit├Ąt
(19 Bewertungen)
Vorbei der Sommer, vorbei die Sommergef├╝hle. Zumindest bis jetzt, keine Spur von einem ÔÇ×Indian SummerÔÇť, wie man den warmen und in vielen Farben gl├Ąnzenden Herbst im anglo-amerikanischen Sprachraum nennt. Grau sind die Tage, grau die Gesichter in den Stra├čen, grau die Gedanken. F├╝r all jene, die noch mit Kohle heizen, bedeutet das: t├Ąglicher Abstieg in den Keller, wo das ÔÇ×schwarze GoldÔÇť lagert. Die Heizperiode also hat begonnen und mit ihr der leicht schweflige Geruch, der nun ├╝ber den H├Ąusern liegt.
 
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