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Kreuzberg Special Kolumne

Kolumne

A perfect day in Kreuzberg - A short guide
(140 Bewertungen)
It isn't that easy finding the best places in Kreuzberg, especially when you're here for the first time. The reason is that there are too many interesting and cool places around here, you just won't manage to see all of them in just one or two days without a guide. So...here it is, the straight tip for a perfect day and a perfect night in the best stores, gallerys, cafes, bars, clubs and parties in Kreuzberg.
 
Mein Auto und Ich
(15 Bewertungen)
Morgens, wenn die ersten Strahlen der Sonne in mein Loft fallen, ist das erste, was ich sehe: Du. Wie Du so dastehst in Deinem mattschwarzen Glanz erinnerst Du mich immer ein wenig an ein sch├Ânes Tier. Ja, wie ein Panther siehst Du aus. Gef├Ąhrlich irgendwie ÔÇô bereit zum t├Âdlichen Sprung. Warte eben noch, ich esse nur eine Sch├╝ssel M├╝sli, dann zischen wir los. Auf dem Sprung durch die Stadt, vorbei an allen anderen ÔÇŽ So, oder so ├Ąhnlich, m├╝ssen die morgendlichen Gedanken derjenigen sein, die nun bald in das neue Car Loft-Haus in der Reichenberger Stra├če ziehen. Sie werden Wand an Wand mit ihren Autos leben. Das neue WG-Konzept, mein Auto und ich, hat Kreuzberg erreicht.
 
Trinkteufel, Fixer und Bombenbastler
(19 Bewertungen)
Einen sch├Ânen Giftcocktail serviert man uns da so kurz vor Weihnachten: von Trinkteufeln, Fixern und Bombenbastlern. Kreuzberg kommt momentan gar nicht gut weg im Kanon der Presse. Haben wir uns gerade erst an die Schlagzeilen von brennenden Luxuskarossen und beschmierten Loft-Fassaden gew├Âhnt, gie├čt man nun reichlich mediales ├ľl nach, um die ewige Flamme der Emp├Ârung am Leben zu erhalten. Pete Dohertys viel beschriebene Kneipentour durch Kreuzberg ist da noch das Nebens├Ąchlichste. Denn wir befinden uns hier mitten im Kriegsgebiet: ein B├╝rgeraufstand gegen die Fixer vom Kottbusser Tor formiert sich, w├Ąhrend zur selben Zeit schwarz verh├╝llte angry young men in verrumpelten WG-Zimmern an einer neuen Superbombe basteln. Ach so, ja, und nicht zu vergessen: Kreuzbergs Mieten steigen und steigen. Auch dar├╝ber m├╝ssen wir┬á mal sprechen. Oder etwa nicht? - Eine Mediennachlese.
 
Prenzlauer Kreuzberg
(7 Bewertungen)

Dass Kreuzberg sich ver├Ąndert, ist eine Tatsache. Wie die, die hier leben, darauf reagieren, ist ungewi├č. Einen kleinen Hinweis jedoch gibt es: Eine recht deutliche Mehrheit von 55 Prozent beantwortet unsere letzte Umfrage, ob die Oranienstra├če mittlerweile zu "hip" geworden sei, mit einem Ja. Und noch entscheidender ist: Die gleichen 55 Prozent sagen auch, dass sie diese Ver├Ąnderungen bedauern. Ist Kreuzberg also der Bezirk der "Ewiggestrigen" und ├ängstlichen, die bei jedem Anzeichen von Ver├Ąnderung f├╝rchten, dass hier der n├Ąchste Prenzlauer Berg entsteht?

 
Macht kaputt, was euch kaputtmacht?!?
(23 Bewertungen)

Das Kolumnieren k├Ânnte so angenehm sein dieser Tage, das Ramones-Museum hat nach zwei Jahren Pause wieder aufgemacht. Nur leider nicht an seinem alten Standort hier in Kreuzberg, sondern in der Krausnickstra├če in Mitte. Weil, so der Betreiber, die Kreuzberger keine Museumsg├Ąnger seien, die Touristen aber, die man in Mitte ja alle Nase lang antrifft, sehr wohl. Statt also anregend ├╝ber die Kultpunker zu referieren, wird leider von dem Fast-Food-Restaurant Subway in der Schlesischen Stra├če die Rede sein m├╝ssen, und von Leuten, die voller Unmut dort Steine gegen die Scheibe geschleudert haben.

 
Hilfe, die Wutb├╝rger kommen
(9 Bewertungen)

Wutb├╝rger. Diese unsinnige und doch treffende Umschreibung eines neuen Typus' des Citoyen d├╝rfte es Ende des Jahres wohl konkurrenzlos zum "Unwort des Jahres" schaffen. Jetzt hat auch Kreuzberg seine Wutb├╝rger. Und ihre Wut richtet sich ausgerechnet gegen die, die der Stadt sichere Einnahmen bescheren: den immer zahlreicher werdenden Touristen aus aller Welt.

 
Einkaufen f├╝r den Umweltschutz - Carrotmob in Kreuzberg
(11 Bewertungen)
Dass der erste deutsche "Carrotmob" ausgerechnet in diesem eher unscheinbaren Sp├Ątkauf stattfinden wird, ist schon eine ├ťberraschung. Am Samstag, den 13. Juni 2009, werden vielleicht hunderte "Carrotmobber"┬á versuchen, den Laden leer zu kaufen und damit ihren Teil der Vereinbarung einzul├Âsen. Danach ist der Laden an der Reihe. Denn einfach nur daf├╝r, um sich dort┬á mit Grundnahrungsmitteln einzudecken oder um hemmungslos zu konsumieren, haben sich die Carrotmobber den Sp├Ątkauf f├╝r ihre Aktion nicht ausgesucht.
 
Allein im Dunkeln
(34 Bewertungen)
Der Kreuzberger ist Weltenkenner genug, um zu wissen, dass ein kurzes sonniges Zwischenhoch alleine auch nichts daran ├Ąndert, dass die Tage wieder k├╝rzer werden, die Luft k├Ąlter und der Himmel tr├╝ber. Das ist der Lauf der Dinge. Viele sehen sich nun mit dem Problem konfrontiert, in dieser nun anstehenden dunklen Zeit nicht pausenlos das verlorene Sch├Âne zu beklagen. Was kann man tun?
 
Berlin vs. London
(37 Bewertungen)
Mark Espiner kommt aus London, schreibt f├╝r den Guardian und ist gerade zwei Wochen in Berlin um die Stadt zu "testen". Espiner will herausbekommen, ob Berlin London den Rang abgelaufen hat. Espiner sagt, er mache sich Sorgen. Sorgen, "dass von Berlin ein Sog ausgeht, der unsere besten Kulturleute anzieht". Steht es wirklich so schlimm um die britische Metropole? Oder anders herum gefragt: bekommen Berlin und Kreuzberg bald eine englische Exilgemeinde?
 
Alle gegen Alle
(24 Bewertungen)
Was ist hier los? Man k├Ânnte den Eindruck gewinnen, es herrsche Krieg in Kreuzberg. Eine Demonstration gegen die Drogenszene am Kottbusser Tor, eingeworfene Scheiben an Wohnh├Ąusern, brennende Autos, bespuckte, angep├Âbelte und geschlagene Busfahrer. Sind das alles nur Momentaufnahmen? Oder doch der t├Ągliche Kampf aller gegen alle?
 
Kein Guggenheim Lab in Kreuzberg
(2 Bewertungen)

Es war als "urbane Ideenschmiede" und "multidisziplin├Ąre Begegnungsst├Ątte" gedacht und sollte K├╝nstler, Wissenschaftler und vielleicht auch den Jedermann von der Stra├če diskutierend zusammenbringen. Doch nach deutlichen Reaktionen aus der linken Szene scheint klar: Es wird kein Guggenheim Lab geben in Kreuzberg.

 
Die Armutslandkarte
(32 Bewertungen)
Was die Meisten wohl l├Ąngst ahnten, ist nun wieder amtlich - der neue Sozialstrukturatlas Berlin zeichnet insbesondere f├╝r Kreuzberg ein nach wie vor trauriges Bild. Zwar konnte der Bezirk gegen├╝ber Neuk├Âlln und Mitte ein wenig aufholen und belegt im Ranking jetzt "nur noch" den drittletzten Platz, auf der anderen Seite lebt hier inzwischen jedes zweite Kind von Hartz IV, in manchen Teilen des Bezirks sind es sogar bis zu 75 Prozent der Kinder.
 
Berlin banal
(7 Bewertungen)

Stadt der Sofaleichen. Stadt der Wut. Stadt der gebrochenen Achsen und des M├╝lls. Ein kurzer, vernichtender Zustandsbericht Berlins nach oberfl├Ąchlicher Lekt├╝re zuf├Ąllig ausgew├Ąhlter Meldungen des Tages.

 
Der Mob kauft ein - Carrotmob in Kreuzberg
(15 Bewertungen)
Kurz vor vier. Ein kleines Gr├╝ppchen, vielleicht zwanzig, drei├čig Leute, warten vor dem Sp├Ątkauf "Multikulti" in der Wiener Stra├če auf den Beginn der Aktion. Die H├Ąlfte der Wartenden sind Presseleute - Kamerateams, Reporter, Fotografen. Auch der unvermeidliche RBB ist mit einem Wagen vor Ort. Neues aus dem Kiez einfangen. In zehn Minuten findet hier der erste deutsche Carrotmob in Deutschland statt.
 
Der Gang zum Amt
(22 Bewertungen)
Die B├Ârsen krachen nach unten, die Staaten pumpen 500 Trilliarden Euro in den Geldmarkt und nichts passiert. Offenbar haben wir es mit einer Wirtschaftskrise zu tun. Da ist es nur richtig, wenn man sich fr├╝hzeitig um seine Zukunft als Arbeitsloser k├╝mmert.
 
Alpengl├╝hen in Kreuzberg
(20 Bewertungen)
Architekt Jakob Tigges wusste, dass sein Vorschlag keine Chance haben wird. Und doch hat er ihn gemacht. Ein Berg f├╝r Tempelhof, auf dem ehemaligen Flughafengel├Ąnde. Mittlerweile ist die erste Phase┬á des Architektur-Wettbewerbs zur Neubebauung abgeschlossen. Und man ahnt schon, dass am Ende doch ein Kompromiss-Vorschlag gewinnen wird - Reihenh├Ąuser, nach dem Lego-Prinzip zusammengesteckt und im Raum verteilt. Tigges Vorschlag mit dem Berg sollte betriebsblinde Augen ├Âffnen. F├╝r eine gro├če Idee werben. Hat doch Berlin gerade ein weiteres Mal die Chance, etwas wirklich Herausragendes zu bauen auf dem riesigen, offen stehenden Areal. Die zweite gro├če Chance nach dem Potsdamer Platz, bei dessen Wiederaufbau alles schief gelaufen ist - dort steht heute Kleinkr├Ąmerarchitektur mit blassen Fassaden und k├╝nstlichen Stra├čen.
 
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