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Kreuzberg Special Magische Orte

Magische Orte

Görlitzer Park
(36 Bewertungen)
Den G√∂rlitzer Park, aka G√∂rli, einen "magischen Ort" zu nennen, liegt nicht gerade auf der Hand. Oft √§hnelt der Park einem r√§udigen Stra√üenk√∂ter, dem √ľberall das Fell ausgeht. √úberhaupt Park. So ein richtiger Park ist der G√∂rli eigentlich gar nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn man bei diesem Wort an eine romantische Gartenlandschaft aus wohlpropotionierter Natur denkt. Nein, romantisch ist es hier nicht. Der G√∂rlitzer Pak ist rau, wie eine offene Industriebrache.¬† Tundra, Steppe - das passt viel besser zu ihm. Gelbes Gras, Natura morta an vielen Stellen. Aber genau hier liegt paradoxerweise sein Charme begraben.
 
Das Engelbecken
(35 Bewertungen)
Im Herbst und Winter ist das Engelbecken kein einladender Ort. Die aschefarbene Wasserfl√§che des ehemaligen Hafenrunds hebt sich kaum von den umgebenden Geb√§uden ab. Passanten, die den Ort nicht kennen, nehmen die Anlage erst gar nicht wahr. Ein Fehler. In den Sommermonaten, genauso aber im Herbst oder Winter n√§mlich lohnt es sich hierher zu kommen. Nicht nur, weil das hier ehemaliges Sperrgebiet der Berliner Mauer ist. Nein, die Geschichte dieses Ortes reicht viel weiter zur√ľck. Bis zu der Zeit, als hier noch Schiffe anlegten und quiekende Kinder badeten.
 
Boule-Platz am Landwehrkanal
(9 Bewertungen)

Der Kreuzberger Landwehrkanal ist ganz sicher nicht der sch√∂nste Platz auf Erden. Und doch ist dieses lang gezogene Band aus still stehendem, schwarzen Brackwasser und sein Ufer ein besonderer Ort. Hier ist Raum um zu sitzen, zu trinken, zu schauen. Und um Boule zu spielen. An warmen Sommerabenden sind die vier Kiesfelder zwischen Forster und Liegnitzer Stra√üe stets bis auf den letzten Zentimeter besetzt. Drei jeweils bunt zusammengew√ľrfelte Teams teilen sich dann eines der Rechtecke und lassen die Kugeln fliegen. Und¬† - Gott sei dank - sind Profis hier die absolute Ausnahme.

 
Fotostrecke 1. Mai 2011 in Kreuzberg

Unsere Fotostrecke zum 1. Mai in Kreuzberg. Die gr√∂√üte Freiluftparty des Bezirks, das "Myfest", fand dieses Jahr bei bestem Wetter statt. Wahre Menschenmassen - 24.000 Besucher z√§hlt die offizielle Statistik - w√§lzten sich durch die Hauptschlagader Oranienstra√üe und ihre Verzweigungen. Insgesamt 20 Hotspots mit Bands und DJs sorgten f√ľr die musikalische Untermalung. Wie schon im vergangenen Jahr galt auch 2011 ein Verbot f√ľr Flaschen und Gl√§ser. Zu¬† Ausschreitungen autonomer Gruppen kam es in den sp√§teren Abendstunden vor allem rund um das Kottbusser Tor. Sie blieben in ihrer Heftigkeit jedoch weit hinter denen der letzten Jahre zur√ľck - ein wenig zerbrochenes Glas, ein paar Rangeleien und insgesamt 103 Festnahmen. Rund 7000 Polizisten aus ganz Deutschland waren an diesem 1. Mai nach Kreuzberg beordert worden. (Fotos zum vergr√∂√üern anklicken).

 
Der Fidicinkiez
(88 Bewertungen)
Von au√üen betrachtet mag man die Einwohner des Fidicinkiezes f√ľr eine gl√ľckliche Spezies halten. Immerhin wohnen sie so ziemlich im Sch√∂nsten, was Kleinb√ľrgertum um die 19./20.-Jahrhundertwende so in Deutschland hervorgebracht hat. Sie gucken dauernd auf Prachtfassaden.
 
Der Bethaniendamm
(29 Bewertungen)
An die Mauer erinnert hier und heute nichts mehr. Merkw√ľrdig, ja. Merkw√ľrdig sieht der park√§hnliche Kiesweg zwischen Engel- und Bethaniendamm aus. Wie eine Furche, die nicht hierher geh√∂rt. Ein Schnitt durch die Stadt. Dass hier bis vor 19 Jahren noch der "antifaschistische Schutzwall" stand, den Begriff hatte sich einst eine kampfbereite DDR ausgedacht, ist kaum mehr nachzuvollziehen. Auch nicht, dass Kreuzberg damals am √§u√üersten Rand der BRD lag. Im totesten Winkel. Der Ort zwar wurde renaturiert, ein paar Str√§ucher wachsen heute hier, ein paar kleine B√§umchen - merkw√ľrdig jedoch ist er geblieben. Eine Grenze. Nicht mehr zwischen Staaten, zwischen zwei Bezirken nur.
 
Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirche
(16 Bewertungen)
Friedh√∂fe zu den magischen Orten eines Bezirks zu z√§hlen wird dem Einen oder Anderen merkw√ľrdig, ja schauerlich vorkommen. Doch diese Gef√ľhle, m√∂gen sie auch verst√§ndlich sein, sind bei diesem Friedhof (und vielen anderen) unangebracht. Der Begr√§bnisplatz der Jerusalems- und Neuen-Kirche, wie er eigentlich hei√üt, ist ohne Frage einer der magischen Orte in Kreuzberg. Nicht nur deshalb, weil eine Reihe prominenter K√ľnstler hier begraben sind - nein, der Friedhof √§hnelt viel eher einer alten Parklandschaft, als einem d√ľsteren, traurigen Ort. Ist das Leben an diesem Ort auch zum Stillstand gekommen, die Ger√§usche der Stadt wehen her√ľber und lassen einen zu jedem Zeitpunkt wissen, dass das Leben drau√üen seinen Gang geht.
 
Admiralbr√ľcke
(31 Bewertungen)
Eine Einschr√§nkung muss gleich zu Beginn gemacht werden. Wenn auch keine gravierende. Die Admiralbr√ľcke in Kreuzberg, sie √ľberspannt den Landwehrkanal direkt am Casolare, ist vor allem im Sommer ein "magischer Ort". Nicht nur, aber eben dann ganz besonders. Was die Br√ľcke so einzigartig macht, ist nicht ihre ohne Frage sch√∂ne Architektur. Auch nicht das Ensemble aus Br√ľcke, Kanal und angrenzenden Bauten. Es ist ein anderer, nicht ganz leicht zu ergr√ľndender Reiz, den die Br√ľcke in den Sommermonaten ausstrahlt und der Abend f√ľr Abend dutzende Passanten anzieht, die zuf√§llig hier vorbeikommen oder sich verabredet haben.
 
Der Landwehrkanal
(29 Bewertungen)

Venedig, Amsterdam, Berlin. Diese Namen geh√∂ren zumindest dann in eine Reihe, wenn man an der Uferb√∂schung des Landwehrkanals steht und an die gro√üen, auf Wasser gebauten St√§dte denkt. Der Landwehrkanal, der neben Kreuzberg auch durch Neuk√∂lln, Tiergarten und Charlottenburg f√ľhrt, mag nicht ganz so romantisch sein, wie die Kan√§le der Lagunenstadt oder die Grachten der niederl√§ndischen Metropole, wahrscheinlich auch bleibt bei dem, der von den vielen Br√ľcken auf ihn herunter geblickt hat, kein bleibendes Bild in Erinnerung. Den Landwehrkanal muss man mit anderen Augen betrachten. Der romantische Blick findet hier keine Auflagefl√§che - wohl aber der ruhende.

 
Wohnhaus Körtestraße 12
(41 Bewertungen)

Man mag nun denken: Hm? - Ein Wohnhaus, ein normales Wohnhaus? Was um alles in der Welt soll daran besonders sein? Hier also beginnen schon die Schwierigkeiten. Wie soll man erklären, was das Besondere an diesem Haus in der Körtestraße 12 ist? Man muss sich die Zeit nehmen und hier ein paar Momente verweilen. Denn normalerweise lässt man das kleine, cremefarben-blaue 50er-Jahre-Haus unbeachtet links liegen. Ein Fehler.