Ankerklause

Mythisch? Nein – mythisch ist diese Kneipe eigentlich nicht. Obwohl seit Ewigkeiten fester Anlaufpunkt für Freaks, Fashion victims genauso wie den Gemüseonkel vom benachbarten Markt am Maybachufer, ist die Ankerklause mittlerweile längst sonntagnachmittagkompatibel geworden. Im Sommer weiß gepunktete Plastik-Tischdecken und Blümchen in unbeholfen wirkenden Vasen auf den Tischen draußen, in der Herbst- und Wintersaison heimelige Kerzen auf den bierabweisenden Tischen drinnen. Die eigentliche Dekoration aber hat sich nie geändert und wird sich auch nie ändern: Plastikfische und Fischernetze auf blauem Grund und von der Wand grüßt ewig, Hans Albers.
Weiterlesen

Bagdad

Das Bagdad ist aus dem Nachtleben rund um das Schlesische Tor kaum mehr weg zu denken. Das liegt zum Großteil daran, dass es mitten auf dem Weg all jener liegt, die aus den umliegenden Kneipen und Bars kommen. Wer hier einmal spät nachts vorbei gekommen ist, weiß, wovon die Rede ist. Egal zu welcher Jahreszeit, egal zu welcher Tageszeit, im Bagdad dreht sich immer ein Döner am Grill.
Weiterlesen

Nil

Über die sudanesische Küche ist hierzulande leider noch wenig bekannt. Und das, obwohl der Sudan flächenmäßig das bei weitem größte Land Afrikas ist. Das Nil jedenfalls schafft Abhilfe und gibt Kreuzberg einen gelungenen kleinen Einblick in die zahlreichen Spezialitäten des Landes. Was gibt es da alles? – Eine kleine Auswahl aus dem Speisen-Angebot des Nil-Imbiss: Tamiya (Falafel-Variante), Aswad (Auberginen-Salat), Mish (Quark mit Bockshornklee und Schwarzkümmel), Fohl (Ackerbohnen mit Ei, Tamiya und Schafskäse), Schaija (gegrilltes Lammfleisch mit Mish, Kartoffeln und Fohl). Dazu ein Glas Karkade (Hibiskusblütensaft) oder Shair (Gersten-Milchshake) und fertig ist ein leckerer Imbiss zu moderaten Preisen. Eine willkommene Abwechslung zum Döner- und Pizza-Einheitsbrei in Kreuzberg. Das Nil bietet übrigens auch einen Party-Lieferservice an.
 
Oppelner Str. 4-5
10997 Berlin
www.nil-imbiss.de
 
täglich von 11 bis 2 Uhr
 
(eine zweite Filiale befindet sich in der Grünbergerstr. 54 in Friedrichshain)
 
Tamiya 2 €
Aswad 2 €
Mish 2 €
Fohl 2,50 €
Schaija 3,50 €
Karkade 1,50 €
Shair 1,50 €

Curry 36

Der Ruf des Curry 36 als legendäre Wurstbraterei hat sich mit der Zeit verselbstständigt. Mittlerweile sprechen Fans dieses Imbisses den Namen nur noch im ehrfurchtsvollen Flüsterton aus. Als ob sie sich in einer Kirche befänden – ihnen ist klar, es gibt in Berlin keine bessere Currywurst als im Curry 36. Konnopke am U-Bahnhof Eberswalder Straße (der schärfste Konkurrent im Prenzlauer Berg)? – Pah! Ein müder Abklatsch. Das alles führt soweit, dass sich hier zu jeder Tageszeit lange Schlangen aus Hungrigen bilden, die etwas von der göttlichen Wurst abhaben wollen. Sind sie endlich an der Reihe raunen sie die für Aussenstehende unverständlichen Worte: „Einmal ohne mit Pommes“, bzw. „einmal mit“. Drüben, auf der anderen Seite der gläsernen Theke, versteht man genau, was damit gemeint ist.

Weiterlesen

Amici Amici

Amici Amici – Freund, Freunde. Doppelt gemoppelt hält besser. Der kleine italienische Pizza-Imbiss, der früher Amici Miei hieß, ist wirklich erfrischend anders als der Großteil an 1-Euro-Sahnesoßen-Imbiss-Italienern, die Masse statt Klasse zu Dumping-Preisen produzieren. Im Amici Amici gibt es hauchdünne Pizza-Stücke und eine große Auswahl an Pasta-Tellern. Alles sehr lecker und moderat im Preis. Dazu kommt, dass der kleine Imbiss freundlich und hell eingerichtet ist und auch einige Plätze zum Verzehr des Gekauften anbietet. Gekocht und gebacken wird hinter einer offenen Theke. Nein, das Amici Amici unterscheidet sich wirklich sehr von der Konkurrenz. Ein Tipp.

Mehringdamm 40 (Ecke Yorckstr.)
10961 Berlin

030-74684121
täglich von 10 bis 2 Uhr