Valentin

Vietnamesen, Thailänder, Italiener, Spanier, sogar Tibetaner – all das kennt der Kreuzberger zur Genüge. Aber was ein echtes bayrisches Gasthaus ist, davon hat er keine Ahnung. Und das ist schade, denn ein Abend in einem solchen Lokal ist ein wahrer Hochgenuss. Das Valentin leistet hier Abhilfe. Es bietet bekannte und weniger bekannte bayrische Spezialitäten und überdies Lesungen und Kleinkunst. Begleitet wird das ganze von Weißbier, oder – echt münchnerisch – von einem „Hellen“, also von einem Augustiner vom Fass.

Hasenheide 49
10967 Berlin
030-54813167
www.valentin-kreuzberg.de




Das Valentin ist ein Ort, der die Restdeutschen daran erinnert, dass Bayern nicht nur Weißwurst und CSU bedeutet, sondern dass es eine lebendige Revue-Kultur hatte und hat. „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“ hat Namenspatron Karl Valentin gesagt und etwas fremdartig wirkt dieses Gasthaus in der Hasenheide auch. Viele Berliner betrachten es mit dem Schauder, mit dem sie alles Bayrische betrachten. Schlägt man dann vor, trotzdem mal hier einzukehren, wird man augenrollend angeguckt und im ungünstigsten Fall sogar niedergeschrieben. Man hätte sie wohl nicht alle etc. Und daher enthalten sich viele lieber derartiger Vorschläge. Auch das kannte Karl Valentin schon: „Mögen hätt’ ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.“ Aber wer dieses Wagnis trotzdem auf sich nimmt, wird am Ende sehr positiv überrascht sein.

[Gesamt:52    Durchschnitt: 3.7/5]

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weggeroaster
Gast
weggeroaster

der schweins- pardon, Schweinebraten ist die Wucht. Kaum zu glauben, dass einer in Preußen ist. Die Semmelknödel sind vermutlich eingeflogen, so gut

Hust
Gast
Hust

Man kann dort im Hinterzimmer rauchen. vor oder nach der Gans mit Kartoffelknödeln… beides lecker

Gerd Schwarzer
Gast
Gerd Schwarzer

Die Küche ist noch vielfältiger geworden (alles selbst gemacht) und jetzt gibt’s einen wunderbaren Biergarten mit Kastanie!

Sepp
Gast
Sepp

ein Kleinod!

Jannes
Gast
Jannes

Der Schweinsbraten ist nimmer sooo gut wie er mal war. die Knödeln schon – aber das Fleisch ist nicht so zart wie es sein müsste, selbst für einen Schweinsbraten. Ich vermute: neuer Koch!