Das Hotel

In den Berliner Stadtteilen, in die einst zwar zu Sanierungszwecken Subventionsmilliarden flossen, in denen die Gehwege aber nach wie vor marode sind, entstehen immer mal wieder Lokale, die synthetisch klingende Namen haben, über ein blank geputztes geräumiges Inneres verfügen und die nach ein, zwei Jahren sang- und klanglos genauso unauffällig wieder verschwinden, wie sie entstanden sind. Keiner bedauert diesen Vorgang. Das Hotel, von manchen auch Hotel-Bar genannt, muss ein solches Schicksal nicht fürchten. Es ist drauf und dran, das Kreuzberger Nachtleben durcheinander zu wirbeln – weil es so gut zu unserem Stadtteil passt.

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Farbfernseher

Die Betreiber des Farbfernsehers haben sich nicht lange mit der Suche nach einem Namen für ihren Club aufgehalten. „Farbfernseher“ stand bei Übernahme bereits über der Eingangstür des ehemaligen Secondhand-Handels für in die Jahre gekommene TV-Geräte und damit gut. Vor allem Freunde der gehobenen elektronischen Musik kommen im Farbfernseher auf ihre Kosten. Aber Vorsicht: Noch ehe man sein erstes Bier an der Bar bestellt hat, hat sich das Miniaturtanzlokal hinter einem bis auf den letzten Stehplatz gefüllt.

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My Name is Barbarella GESCHLOSSEN

Ein Striptease-Club in Kreuzberg? Könnte man bei dem Namen „My Name is Barbarella“ zumindest vermuten. Wer Roger Vadims kitschig-bizarren Weltraumtrashfilm „Barbarella“ einmal sehen musste, weiß, wovon die Rede ist. Hier kommt zusammen, was nicht zusammengehört: nämlich Raumfahrt und Sex. Berühmt wurde der Film ja unter anderem für die in jeder Beziehung schwerelose Striptease-Szene am Anfang. Doch, was hat das alles mit dem Club „My Name is Barbarella“ in der Skalitzer Straße zu tun?

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Lido

Das Lido ist ein großer Ort. Im doppelten Wortsinn. Zunächst einmal ganz wörtlich – denn was heute ein Club ist, war von 1951 bis Ende der Sechziger Jahre ein Kino. Und im ehemaligen Zuschauerraum wird heute getanzt. Natürlich ohne Stühle. Einfach großartig ist es, in diesem riesigen, hohen Raum eine der vielen Partys oder Konzerte mitzuerleben. Man hat Platz, Platz ohne Ende.

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Kato

Unter dem U-Bahnhof Schlesisches Tor, den man in erster Linie als Verkehrsbauwerk kennt, befindet sich noch ein weiterer „Bahnhof“: der „Kulturbahnhof Kato“ – so zumindest nennt sich das Kato selbst. Im Kato finden regelmäßig Konzerte statt, aber auch Partys und Diskussionsveranstaltungen zu Kiez- und Politthemen.

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