Beschreibung
Hier hat "Herr Lehmann" immer seine Absturzbiere getrunken. Im Elefanten geht der Gerstensaft nie aus, die Kneipe ist eine der bekanntesten und legendärsten Kreuzbergs. Durch alle Moden hindurch, über allen Moden stehend, oder darunter.
Wie auch immer, im Elefanten sorgt sich niemand um Moden. Die Kneipe ist einfach da. War schon immer da. Und obwohl sie an so exponierter Stelle liegt, am Heinrichplatz, in der Mitte der immer schicker werdenden Oranienstraße, geht alles spurlos an ihr vorbei. Drinnen jedenfalls merkt man vom "Draußen" überhaupt nichts. Zehn Biersorten stehen zur Auswahl. Auch das sagt schon alles. Bier, wie gesagt, lässt den Laden laufen. Und die Biere, die zur Auswahl stehen, sind - wie kann es anders sein - Standardbiere. Keine Schnörkel, nirgends. "Ehrlich" würden wohl einige das nennen. Das ist sicher auch so. Bescheiden könnte man auch sagen, oder einfach. Alles in allem: eine empfehlenswerte Insel.

n
08/12/2025 at 1:04Ich war gemeinsam mit zwei Freundinnen an einem Freitagabend in dieser Bar, wir wollten einfach entspannt etwas trinken und Billard spielen.
Schon beim Reinkommen hat uns die Bedienung (kurze schwarze Haare) auffallend unfreundlich behandelt: Während andere Gäste freundlich begrüßt wurden, reagierte sie auf unser Hallo gar nicht. Beim Bestellen sprach sie in einem gereizten Ton, und als wir getrennt zahlen wollten, wiederholte sie mehrfach nur „21 Euro“ und weigerte sich, überhaupt auf unsere Bitte einzugehen. Ich war einfach schon da perplex von dem unprovozierten Umgang.
Sie war zu den anderen Gästen sichtbar aufmerksam und brachte Getränke an den Tisch, bei uns ließ sie sich Zeit und ignorierte uns weitgehend. Später, als wir Billard spielen wollten, entstand eine komplett unnötige Szene: Wir wollten die Schläger ausleihen, und obwohl das Pfand gerade an der Bar hinterlegt wurde, reagierte sie genervt, unterstellte uns, wir hätten „nichts untereinander ausgemacht“ (wusste nicht dass man mit Pfand und so Leih Sachen so umgeht) und sagte noch.
Als meine Freundin höflich fragte, warum sie so genervt von uns sei und ob wir etwas falsch gemacht hätten, kam nur ein „Fühlst du dich angegriffen? Ok, dann halt nicht.“ Danach nahm sie uns das Billard-Set komplett weg. Und hat ihr das Geld auf den Tresen geworfen 🥲.
Später rief sie quer durch den Raum zu uns: „Weil ihr euch wie Idioten verhaltet!“ ohne jeden Anlass😭. Wir waren bis dahin ruhig, höflich und nüchtern, haben perfekt Hochdeutsch gesprochen und uns völlig respektvoll verhalten. Selbst andere Gäste, unter anderem Touristen, die uns später ansprachen, waren überrascht, wie sie mit uns umging.
Zu diesen Gästen war sie übrigens durchgehend freundlich und hilfsbereit, während sie uns von Anfang an abweisend und respektlos behandelte. Wir waren die einzigen nicht-weißen Gäste im Raum. Ich möchte niemandem etwas unterstellen, aber das Muster war eindeutig.
Ich bin in Berlin geboren und lebe schon lange hier, so etwas habe ich in Kreuzberg noch nie erlebt. Für mich war das Erlebnis diskriminierend, verletzend und absolut unprofessionell.
Ich würde niemandem empfehlen, dort hinzugehen.
Zorro
10/03/2011 at 17:22Lange Weile ist augebrochen in der Stadt und sie hat im „Elefanten“ keine Eile. Ob Walter der Wirt seine Gäste anschnautzt oder die Bedienung einem bei der Bestellung einen vernichteten Blick zuwirft. Fazit:- „Wer da sein Geld ausgibt-selber Schuld.“